Social-Network |
|
Status |
Besucher
| Heute: |
|
101 |
| Gestern: |
|
177 |
| Gesamt: |
|
309655 |
Benutzer & Gäste
642 Benutzer registriert, davon online: 2 Gäste
|
|
| Artikel »
Test-Sonstige Geräte/Software »
MAGIX Video Pro X2
|
Artikel-Infos |
MAGIX Video Pro X2
06.02.2010 von J. Junker
Nach langer Zeit haben wir mal wieder ein Videoschnittprogramm im Test. Mit Video Pro X2 hat Magix bereits die zweite Version, der professionellen Videoschnittsoftware auf den Markt gebracht. Wie sich die Software schlägt, lest Ihr in diesem Test.
Inhalt:
Im Karton befinden sich eine Installations- DVD, sowie ein 320 Seiten starkes Handbuch. Ein grünes Tuch für ChromaKey Effekte wäre auch nicht schlecht gewesen.
Systemvoraussetzungen / Funktionsumfang / Highlights:
Für Microsoft Windows XP | Vista | 7
Minimale Systemvoraussetzungen
Intel Pentium IV oder AMD Athlon ab 2 GHz und höher
1 GB Arbeitsspeicher
1 GB freier Festplattenspeicher und DVD-Laufwerk für die Programminstallation
Grafikkarte mit einer Bildschirmauflösung von mindestens 1024x768
Soundkarte (Mehrkanal-Soundkarte empfohlen für Surround-Ton-Bearbeitung)
Erforderliche Mindestvoraussetzungen für HD-Bearbeitung
Intel Pentium IV 3 GHz mit Hyperthreading oder Dual Core mit mind. 1,3 GHz
2 GB Arbeitsspeicher
DirectX 9.0c-kompatible Grafikkarte, mind. 128 MB Grafikkartenspeicher und Pixelshader 2.0, ATI X300 und besser, NVIDIA GeForce 6600 und besser
Empfohlene Mindestkonfiguration für AVCHD-Bearbeitung
Intel Core 2 Quad-Prozessor mit 2,83 GHz
3 GB Arbeitsspeicher
ATI Radeon HD 3000-Serie und höher mit 512 MB VRAM
Professionelles Editing:
- Effizienter 3-Punkt-Schnitt
- MultiCam-Editing
- Dolby®Digital 5.1 Surround-Sound
- Farbkorrektur
- Audionachbearbeitung in Broadcast-Qualität
- Echtzeit-Audiomixer
- Sample-genaue Audiobearbeitung
- Titelerstellung
- Erweiterte Videobearbeitung
Intuitiver Workflow:
- Offene Zeitachse
- Videoschnitt im nativen AVCHD-Format
- Multi-Prozessor-Unterstützung
- Austausch mit anderen Programmen aus der Post-Produktion
- Flexible Programmanpassung
- Synchronisation mit externen Geräten
- Neuer Vergleichsmodus im Quellmonitor
Umfassende Formatunterstützung:
- Kompatibilität mit allen gängigen Videoformaten
- Aufnahme von unterschiedlichen Quellen
- Im- und Export aller wichtigen Medienformate
- Plug-In Unterstützung
Universelle Ausgabeoptionen:
- Integriertes Disc-Authoring-Modul
- Ausgabe auf AVCHD-Disc
- Ausgabe auf Blu-ray Disc
- Videoexport
- Erweiterte Funktionen
Installation:
Die Installation ist nach sehr flotten 11 Minuten abgeschlossen. In dieser Zeit werden 2,74 GB auf die Festplatte geschaufelt. Dies ist deutlich schneller als bei Video deLuxe, dort waren es ca. 30 Minuten. Dort werden aber auch mehr Daten installiert. Bei Pro X2 sind es ca. 357 Effekte und Vorlagen, während es bei Video deLuxe über 2000 sind.
Wem die Effekte in Video Pro X2 zu wenig sind, der kann weitere im Magix Webshop ordern.
Neben dem eigentlichen Hauptprogramm werden folgende Programme installiert:
- Music Editor 3
- Xtreme Druck Center
- Xtreme Foto Designer 7
- 3D Maker
Leistung:
Kommen wir nun zum eigentlichen Programm.
Jeder der schon einmal mit Video deLuxe gearbeitet hat, wird sich gleich zurechtfinden. Die Oberfläche kommt einen auf Anhieb vertraut vor. Es besteht sogar die Möglichkeit, die Oberfläche ganz im Look von Video deLuxe erscheinen zu lassen.
Wie im Profibereich üblich, stehen zwei Monitore zur Verfügung. Einmal für den eigentlichen Film (der sich in der Timeline befindet), sowie ein Vorschaumonitor für das Quellmaterial. Daneben befindet sich ein Fenster, welches die Funktionen für den Import, Blenden, Titel sowie Effekte bereitstellt. Dazu aber später mehr. Neben der Timeline, lassen sich Videoobjekte als Szenen anzeigen. Unten rechts gibt es noch ein Fenster, welches alle importierten Medien auflistet. Sehr praktisch, da man schnell sieht, welche Objekte im Film benutzt werden bzw. man eine Vorauswahl an Objekten treffen kann. Genauso wie Video deLuxe lassen sich die Fenster nach belieben anordnen. Gerade wer mit 2 Monitoren arbeitet, kann sich selbst die Oberfläche nach belieben anordnen.
Videomaterial lässt sich von diversen Medien und Geräten nach Video Pro X2 importieren. Besonders positiv ist die Unterstützung für HD Materialien. Beim Test gab es ein Problem bei dem Versuch eine Bildschirmaufnahme durchzuführen. Der Versuch wurde mit einer Fehlermeldung quittiert. Eine kurze Kontaktaufnahme, an den sehr guten Support, brachte nach nicht einmal 24 Stunden die Lösung. Und zwar war bei den Aufnahmegeräten der Stereomix deaktiviert.
Besonders gut gelungen ist der Import von DVD Filmen. Sollten diese mehrere Tonspuren enthalten, hat der Benutzer die Wahl, welche er benutzen möchte.
Wer von mehreren Kameras gleichzeitig aufgezeichnet hat. Dem bietet Video Pro X2 die Möglichkeit, diese zu synchronisieren. Sodass alle Filme in der Timeline übereinstimmen. Das mühevolle Verschieben per Hand entfällt.
Nach dem Importieren kann das Video bearbeitet werden. Es stehen als Übergänge eine Vielzahl von einfachen bis aufwendigen Blenden zur Verfügung. Per Drag and Drop werden diese einfach auf überlappende Clips gezogen. Um den Film anzupassen, stehen einiege Optionen zur Verfügung, wie der Film geschnitten werden soll. Besonders gut ist der Dreipunkt-Schnitt gelungen. Sollte zwischen zwei Clips ein Leerraum sein, besteht die Möglichkeit weiteres Videomaterial einzufügen. Magix passt automatisch das Material so an, dass es in die Lücke passt.
Eine Neuerung zeigt Magix im Einfügen und Bearbeiten von Titeln und Texten. Der Text wird nun direkt im Vorschaufenster bearbeitet. Ein einfacher Doppelklick genügt, um das Editieren zu ermöglichen. Es stehen in dieser Rubrik, eine Vielzahl von verschiedensten Vorlagen zur Verfügung. Wem dies nicht reicht, der kann auf den umfangreichen 3D Maker zurückgreifen.
Was wäre die Videobearbeitung ohne „Special Effects“?
Für diesen Part hat Video Pro X2 eine breite Palette an Möglichkeiten parat. Diese gehen von einfachen Änderungen der Bildgröße, über das Einfügen von zusätzlichen Elementen, bis hin zu ChromaKey Effekten, wie Sie auch im Fernsehen benutzt werden. Die entscheidende Voraussetzung ist eine Idee, die man haben muss. Die Umsetzen ist nach einer gewissen Einarbeitungszeit kein Problem.
ChromaKey funktioniert erstaunlich gut. Voraussetzung ist ein grün, blau, schwarz oder weißer Hintergrund. Der später ausgeblendet werden soll. Durch weitere Einstellungsmöglichkeiten bekommt man sehr schöne Ränder hin, die je nach Qualität überhaupt nicht „ausfransen“.
Um Effekte zu steuern, gibt es einen umfangreichen Editor. Dieser lässt sich je nach Bedarf ausklappen. Das eigentliche Highlight ist aber die Bearbeitung der Effekt-kurven. Diese werden direkt in der Timeline (mit der Maus) bearbeitet. Einfach hinein klicken und schon kann nach Belieben der Effekt gesteuert werden. Einfacher kann es nun wirklich nicht sein!
Um eine Interaktion mit anderen Programmen zu ermöglichen, steht eine Vielzahl an Schnittstellen zur Verfügung. So lässt sich Video Pro X2, über den Plug-In Manager, mit anderen Programmen verknüpfen. Es ist zum Beispiel möglich Effekte von VirtualDub oder Programme von proDAD und Co. zu nutzen.
Ein besonderes Feature hält Magix für Reisevideos bereit. Um den Daheimgebliebenen den genauen Ort zu visualisieren, gibt es die Reiserouten Animation. In einer Google Maps ähnlichen Weltkarte, lassen sich Städte anpinnen und mit Linien verbinden. Dadurch besteht die Möglichkeit diverse Reiserouten zu visualisieren. Damit dies nicht zu eintönig wird, stehen diverse Animationen zur Verfügung.
Auf der Audioseite bietet Video ProX2 genauso viele Möglichkeiten. Neben einem Equalizer und einem digitalen Mischpult (für jede einzelne Spur) lassen sich VST-Plug-Ins integrieren. Neben diesen Profifunktionen gibt es Audio Cleaning, Takterkennung, Dolby Digital und Co. Damit lässt sich das Maximale herauszuholen.
Ist der Film so weit bearbeitet, muss er nur noch gebrannt bzw. gespeichert werden. Hierfür stehen auch wieder eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung.
Neben einer großen Anzahl an Menüvorlagen können Menüs selbst gestaltet und erstellt werden. Dies ist zwar schon schön, aber trozdem könnte dieser Vorgang etwas einfacher sein. Im Moment ist das Bearbeiten doch etwas umständlich und geht nicht ganz so leicht von der Hand.
Der Film lässt sich Brennen (DVD, CD und Blu-Ray), sofort zu Youtube hoch laden oder als Datei auf dem Rechner speichern. Endlich hat man die Möglichkeit mehrere Tonspuren auf einer DVD unterzubringen!
Das Rendern geht je nach Ausgangsmaterial erstaunlich flott. Video Pro X2 skaliert sehr gut mit der Prozessoranzahl. Alle verfügbaren Kerne werden zu ca. 80-90% ausgelastet. Auch während des Bearbeitens profitiert das Programm von potenter Hardware. Wird ein Film mit einer Menge Effekten und Ton- / Videospuren erstellt, kann schon einmal ein Dualcore Prozessor an seine Leistungsgrenze geraten. Dies bildet aber die Ausnahme und ist auch nicht wirklich verwunderlich.
Die wahre Stärke liegt in der Bearbeitung von High Definition Video Material. Da kein HighEnd Rechner für die Bearbeitung vorausgesetzt wird.
Positiv viel auf, das keine Codecs aktiviert werden mussten. Von Dolby über MP3 und MP4 ist alles dabei.
Ein einheitliches Updateprogramm, welches sich um alle Magix Produkte kümmert, findet man dagegen vergeblich. Wäre schön, wenn dies Magix in Zukunft nachbessern könnte. Es ist doch etwas umständlich, jedes Programm einzeln zu updaten.
Da weitere Programme mitgeliefert werden, werde ich kurz auf diese eingehen:
Das erste Programm wäre der Music Editor 3. Wie der Name verrät, lässt sich mit diesem Programm Sounddateien aufnehmen, Bearbeiten und Abspeichern. Die Funktionen sind relativ umfangreich, da auch Audio CDs gebrannt werden können.
Des Weiteren steht der Xtreme Foto Designer 7 zur Verfügung, wenn es um die Manipulation von Bilddateien geht. Die Funktionen sind in erster Linie auf Bildverbesserungen ausgelegt.
Zu guter Letzt gibt es das Magix Xtreme Druck Center. Das Programm ist die Anlaufstelle für das Erstellen von Covern. Reicht vollkommen aus um ansprechende Layouts zu erzeugen. Gerade durch die Kombination der einzelnen Programme kann man sehr gute Ergebnisse erzielen.
Pro / Conta:
Pro:
- sehr guter Workflow
- lässt sich mit einer Vielzahl von anderen Programmen kombinieren
- Unterstützung für Plug-Ins aus Profibereich
- sehr gutes Paket für den Einstieg in die Profiklasse
- sehr gute Performance bei AVCHD und HDV Material
Contra:
- im Vergleich zu Video deLuxe weniger Effekte bzw. Vorlagen
- erstellen von selbst entworfenen DVD Menüs etwas umständlich
Fazit:
Magix Video Pro X2 ist ein sehr gutes Videoprogramm, welches kaum Schwächen zeigt. Der stolze Preis von 350 Euro erscheint etwas hoch, ist aber vollkommen gerechtfertigt. Wer in die Profiklasse einsteigen möchte und den Preis von den Adobe Produkten scheut, wird mit Video Pro X2 seine wahre Freude haben.
Wer aber nur ab und zu ein paar Homevideos schneidet, der sollte lieber zu Video deLuxe greifen. Da im Heimbereich die „Profi-Features“ nicht benötigt werden.
Aktuell gibt es eine Sonderaktion von Magix. So gibt es das Crossgrade Upgrade zum Preis von ca. 250 Euro. Einziger Haken, man muss ein Magix Produkt oder Videoschnittsoftware eines anderen Anbieters besitzen. Da stellt sich einem natürlich die Frage, ob der Microsoft Movie Maker auch dazugehört. Auf Nachfrage kam folgende Antwort:
Zitat Eine fixe Liste gibt es nicht, denn im Prinzip kommen wirklich alle Videoschnittprogramme in Frage, für die uns der interessierte Kunde irgendeinen Kaufnachweis vorlegen kann. Ich glaube, die Kollegen würden sogar ein Stück von der Verpackung oder ähnliches akzeptieren. Das kann auch ein älteren oder günstigeren Produkt stammen. Der Windows Live Movie Maker gehört dementsprechend aber nicht dazu. |
Installation/De-Installation: 19/20
Lieferumfang: 18/20
Preis/Leistung: 19/20
Performance: 20/20
Bedienung: 19/20
----------------------------
Summe: 95/100
Vielen Dank an das gesamte Magix Team für die sehr gute Unterstützung!
|
|
|
|
|