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Test-Spiele »
Colin McRae Dirt 2
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Artikel-Infos |
Colin McRae Dirt 2
19.12.2009 von J. Junker
Legenden sterben nie!
Dieser Satz gilt insbesondere für Colin McRae und der gleichnamigen Spielserie. Anfang Dezember veröffentlichte Codemasters „Colin McRae Dirt2“.
Wer hat als kleiner Junge nicht davon geträumt im Matsch und Schlamm zu spielen? Mit dem Alter kommt meist die Affinität für Autos hinzu und schon wären wir im Offroad Motorsport gelandet. Genau hier, setzt Dirt 2 an.
Neben der Standard Edition wird eine Special Edition angeboten. Diese wird in einem einzigartigen „Reifengummi-Schuber“, mit einer DVD (mit Stunts und Tricks von Ken Block) sowie einem Dirt 2 Duftbaum ausgeliefert.
Insgesamt scheint sich die Serie immer weiter vom Ursprung weg zu bewegen. Nicht nur das immer weniger der klassische Rallyesport zum Tragen kommt, nein auch werden immer mehr Stars aus der Offroad Szene im Spiel integriert. So wie besagter Ken Block. In Deutschland noch nicht so bekannt, ist er in den USA eine Ikone. Dieses Jahr konnte man Ihn auch bei den Baja 300 Powerdays antreffen. Wer sich die Fahrkünste ansehen möchte, sollte sich folgendes Video anschauen (dort kommt übrigens der gleiche Subaru wie im Spiel zum Einsatz):
Des Weiteren kommt Travis Pastrana im Spiel vor, hier seine Vorbereitung auf einen Weltrekord im Weitsprung:
Installation:
Dirt 2 kommt auf einer DVD daher, mit deren Hilfe wird in rund 20 Minuten ca. 10,1 GB auf die Festplatte geschaufelt. Während der Installation muss der Key noch nicht eingegeben werden, erst beim ersten Start des Spiels wird man nach dem Key gefragt. Bei dieser Eingabe, wird ersichtlich dass der Titel „Games for Windows Live“ implementiert hat. Da der Key in einem Fenster vom Microsoftdienst eingegeben wird. Für den vollen Funktionsumfang wird daher ein Account bei Microsoft benötigt.
Wer die letzten Nvidia Beta Treiber nutzt, sollte auf die aktuellen Versionen umsteigen. Da das Spiel sonst während des Startens abstürzt. Mit den offiziellen Treibern gibt es jedoch keine Probleme.
Spielwelt/Atmosphäre:
Nach Start findet sich der Spieler in einem Wohnwagen wieder. Dieser repräsentiert das Hauptmenü. Im Wohnwagen selbst können Events ausgewählt werden oder an einem Multiplayer Spielen teilgenommen werden. Außen befinden sich die Autos sowie weitere Einstellungen. Solch eine Präsentation des Hauptmenüs ist großartig! Dadurch wird sehr viel Atmosphäre erzeugt.
Im ersten Event findet man sich in London auf einem Rallyecross Event wieder. Dort kommt der Spieler zum ersten Mal mit der sehr guten Grafik in Kontakt. Nach den ersten Metern bekommt man schnell mit, dass es hart zur Sache geht. Kontakte zu anderen Fahrzeugen sind keine Seltenheit, Teile fliegen und immer wieder sieht man Feuerwerk am Streckenrand. Klar erkennbar ist die Ausrichtung auf Action, dies gelingt Dirt 2 wie keinem anderen Spiel.
Nach jedem Rennen erhält der Spiele Punkte mit denen er im Fahrerlevel nach oben steigt, dadurch werden neue Events und sonstige Boni (Autos, Lackierungen, „Armaturenbrett Spielzeug“ usw.) freigeschalten.
Folgende Disziplinen sind enthalten: Trailblazer, Rallyecross, Landrush, Rally und Raid. Hierfür stehen insgesamt 35 Fahrzeuge zur Verfügung.
Spielspaß:
Zu Beginn sollte der Schwierigkeitsgrad weise gewählt werden. Es ist nicht mehr so wie in Colin McRae 2 wo man trotz abgerissenen Rades zweiter werden konnte. Wird einer der oberen Schwierigkeitsgrade gewählt, kann Dirt 2 durchaus frustrierend werden. Zumal die Steuerung per Tastatur nicht mehr so gut von der Hand geht wie bei den Vorgängern. Dafür funktioniert die Steuerung per Gamepad oder Lenkrad ausgezeichnet.
Bei den oben erwähnten Modi ist der Rallyepart sehr gut gelungen. So ist man nicht mehr allein auf der Strecke. Dadurch kann es passieren, dass das vorher startende Fahrzeug eingeholt wird oder ausgeschiedene Fahrzeuge am Streckenrand stehen.
Zu den einzelnen Disziplinen:
Trailblazer ist eine Art Hochgeschwindigkeitsrally, mit über 200 Km/h brettert man auf einer Piste entlang in der Hoffnung nicht von der Strecke zu fliegen.
Im Stadion findet dagegen Rallycross statt. Mit umgebauten Rallyeboliden wird im Pulk gestartet und der Erste gewinnt. Dadurch kommt es zu einer Menge Blechkontakt, zumal die Strecken mit Sprüngen und Schikanen gespickt sind.
Ähnlich wie bei Dakar durch pflügt man bei Raid die Strecke mit „hochbeinigen“ Autos a là Race Touareg und Co.
Landrush baut auf Raid auf, findet aber auf Rundkursen statt. Klassische Fahrzeuge sind hier Buggys.
Zu den einzelnen Disziplinen gibt es noch spezielle Modi. So nennt sich eine Crash Gate, Sinn ist es das größte Zeitpolster herauszufahren. Gefahren wird auf einer normalen Strecke auf der eine Menge gelber Blöcke aufgestellt sind. Für jedes treffen eines Blockes gibt es 2 Sekunden gutgeschrieben. Macht sehr viel Spaß, da eine Menge Teile durch die Gegend fliegen. 
Daneben gibt es noch Domination, möglichst viele Sektoren mit der Bestzeit erfahren.
Sowie Last Man Standing, wie der Name schon sagt, fliegt nach einer bestimmten Zeit der Letztplatzierte raus.
Wer zu forsch an die Sache geht, kann vom Replay Gebrauch machen. Wie in Grid lässt sich die Zeit zurückspulen und an einer Stelle vor einem Unfall wieder einsetzen. Dadurch muss nicht extra das Rennen neugestartet werden. Aber je höher der Schwierigkeitsgrad desto weniger Rückblenden stehen zur Verfügung.
Zu dem Flair, tragen aber auch die Gegner bei. So bekommt man im Rennen schon mal einen feschen Spruch über Funk oder Glückwünsche nach dem Rennen.
Motiviert wird man durch das verdienen von Punkten und Geld. Des Weiteren gibt es zahlreiche Erfolge wie „Längste Zeit auf Zweirädern“ oder „Weitester Sprung“. Da Dirt 2 mit „Games for Windows Live“ interagiert, gibt es auch einige Erfolge bei denen man Punkte für den Microsoft Dienst erhält.
Wiederspielbarkeit/Missionsdesign:
Für jeden Schauplatz gibt es leider nur 1-2 Strecken, die in unterschiedlichen Variationen gefahren werden. Insgesamt werden 220 Rennen ausgetragen. Bei der Masse ist die Streckenanzahl doch etwas gering ausgefallen.
Dafür wissen die Strecken zu gefallen. Diese sind sehr schön gestaltet und mit vielen Elementen versehen. Dadurch können diese öfters gefahren werden ohne, dass der Spieler jedes Detail gesehen hat. Gerade die dichtbewucherten Strecken in Malaysia machen sehr viel Spaß. Oft ist es so, dass man bei Offroad rennen zuerst nicht sieht wo man hinfahren soll, da alles dicht bewachsen ist. Eine Interaktion mit den Objekten an den Strecken ist auch möglich, so fliegen Reifen weg oder stürzen Ruinen ein, wenn man diese treffen sollte. Nur an Punkten, bei denen ein Abkürzen möglich wäre, sind die Objekte statisch.
Negativ viel auf manchen Systemen die Ladezeit auf. Diese betrug unter Umständen 2 Minuten. Wenn man bedenkt, dass ein Rennen um die 3 Minuten dauert, ist das doch sehr hoch.
Nach ca. 15 Stunden hat man die Kampagne durchgespielt. Highlight ist ein Event zu ehren Colin McRaes. Nach Abschluss bekommt man ein Erinnerungsvideo präsentiert. In diesem bekommt man einen kurzen Einblick in Colins Rallyekarriere. Um dorthin zu kommen, muss nicht jedes Event gefahren werden, dies kann auch später nachgeholt werden.
Sollte man vom Einzelspielermodus genug haben, kann man sich in den Multiplayerpart stürzen. Egal ob im LAN oder Online, stehen eine Menge Events zur Verfügung. So kann man im Team oder allein gegen andere antreten. Zur Auswahl stehen die Disziplinen aus dem Einzelspieler. Dazu gibt es aber noch einige Modi. So sind die Gegner entweder als Ghostcar oder normal im Rennen. Letzeres kann zu jeder Menge Blechschäden führen. Wie im Einzelspieler bekommt man auch im Multiplayer Punkte, diese werden aber vom Einzelspieler getrennt gezählt.
Grafik/Audio:
Wie bei den letzten Codemasters Titeln kommt auch bei Dirt 2 die Ego Engine zum Einsatz. Noch einmal aufgebohrt, unterstützt diese nun DirectX 11 (die Screenshots sind aber alle mit DirectX 9 aufgenommen). Überraschend ist die phantastische Skalierung der Engine, selbst mit einem Nvidia 9600M GT Notebook Chip, sieht das Spiel einfach nur phantastisch aus. Und erreicht eine neue Dimension in Sachen Grafik. Die Screenshots dürften mehr sagen als die berühmten 100 Worte.
Eines der Highlights ist die Darstellung von Wasser. So sieht man während einer Wasserdurchfahrt, nichts mehr.
Schade, dass es keine Regen- oder Schneeetappen gibt. Auch nächtliche Rallyetappen würden für zusätzlichen Spaß sorgen.
Aber nicht nur die Grafik ist den Entwicklern sehr gut gelungen, auch der Sound weiß zu überzeugen. Schöne tiefe Bässe und Top Motorensound. Da klingen die Autos fast so schön wie in real. Das alles untermalt mit sehr stimmige Soundtracks.
Weitere Impressionen:
Pro/Contra:
Pro
- Top Grafik und Sound!
- motivierendes Belohnungssystem
- top Atmosphäre
- Action pur
Contra
- Tastatursteuerung
- teils wechselhafter Schwierigkeitsgrad
- Rallyepart geht immer weiter zurück
- auf manchen Systemen teils lange Ladezeiten
Fazit:
In Sachen Action ist Dirt 2, das Rennspiel des Jahres. Mit der genialen Grafik und dem Top Sound, ist Dirt 2 ein wahrer Pflichtkauf für Rennfans!
Es lässt sich verschmerzen das immer weniger der Kern der Serie verkörpert wird. Gerade Rallyes bei Nacht wie im aller ersten Teil, hätten sicherlich sehr viel Spaß gemacht.
Für ca. 40 Euro geht das Spiel über den Ladentisch. Wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, kann bedenkenlos zugreifen!
Grafik: 10/10
Sound: 10/10
Bedienung: 8/10
Spielspaß: 9/10
Wiederspielbarkeit: 9/10
Missionsdesign: 9/10
Einsteigerfreundlichkeit: 10/10
Umfang der Spielwelt: 8/10
Atmosphäre: 10/10
Preis/Leistung: 9/10
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Summe: 92/100
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