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Operation Flashpoint: Dragon Rising
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Operation Flashpoint: Dragon Rising
30.10.2009 von J. Junker
Nach Jahren des Wartens kam endlich der offizielle Nachfolger von Operation Flashpoint (2) Dragon Rising auf den Markt. Diesmal eine eigen Entwicklung von Codemasters. Nach dem es Diskrepanzen zwischen Bohemia Interactive und Codemasters gab, trennten sich beide Parteien. In der Zwischenzeit entwickelte Bohemia Interactive Armed Assault I und II. Beide Teile krankten an erheblichen Bugs. Ob es Codemasters mit dem offiziellen Teil besser machen kann?
Installation:
Da Spiel kommt auf einer DVD daher. In ca. 16 Minuten werden 5,04 GB auf die Festplatte geschaufelt. Beim Kopierschutz setzt Codemasters auf: SecuROM v7.
Vor der Veröffentlichung wurde angekündigt, dass kurz nach Release ein Patch bereit stehen soll. Dieser soll einige Bugs und den Multiplayer Modus verbessern. Bis Heute ist dieser Patch leider noch nicht erschienen.
Spielwelt/Atmosphäre:
In Dragon Rising geht es um einen fiktiven Konflikt auf der Insel SKIRA (220 km²). Russland und China gehen die ÖL-Reserven zu neige. Um den Chinesischen Bedarf zu stillen marschieren die Chinesen auf Skira (gehört zu Russland) ein. Die Russen suchen Verbündete um und finden diese in Form der USA. Die sind ja bekanntlich überall dort wo Öl ist. Die USA sollen die Chinesen von der Insel vertreiben um einen Krieg zwischen den beiden Supermächten Russland und China zu verhindern. An dieser Ausgangslage stellt sich dem Spieler die erste Frage: Warum kann das Problem Russland nicht allein lösen? Schließlich sind die Russen dafür bekannt in solchen Sachen schnell und entschlossen zu handeln.
Der Spieler Kämpft auf Seiten der USA und befehligt von Anfang bis Ende einen Trupp von 3 Soldaten. Aufgabe ist es die VBA (China) zu besiegen und von der Insel zu vertreiben. Der Anführer der Chinesen ist General Zheng.
In der ersten Mission geht es um die Zerstörung einer Radaranlage und die Einnahme eines Dorfes. Diese Mission fungiert gleichzeitig als Tutorial. Meldungen blenden ein wie der Spieler Sprintet, Waffenwählt, Unterstützung anfordert usw. Leider sind die Einblendungen nicht immer hilfreich, so werden zwar die Bezeichnungen der Tasten genannt, aber welche Taste sich wirklich dahinter verbirgt steht nicht da. So soll der Spieler mit Hilfe der Feuerunterstützung einen Luftschlag anfordern. Das dies durch die Taste „rechts Shift“ erreicht wird, steht aber nicht dabei. Daher muss man schon mal ab und zu ins Handbuch schauen. Ein gutes Tutorial sieht anders aus.
Generell kann die Steuerung nicht ganz überzeugen. Dies geht bei der Wahl der Waffen los. Die Primärwaffe liegt auf der 2 möchte man den Granatwerfer verwenden (falls vorhanden) dann muss für einen Augenblick (ca. 2 Sekunden) die Taste 2 gedrückt werden.
Auch die Steuerung des Teams fällt ungewöhnlich kompliziert aus. Wie bei Battlefield 2 erreicht man dieses über die Taste Q. Die Auswahl geschieht aber nicht mit der Maus sondern mit den WASD-Tasten. Zudem hat dieses Menü mehrere Ebenen, dies macht es am Anfang schwierig die entsprechenden Befehle zu suchen. Der größte Nachteil, das Menü klappt sich nicht automatisch ein wenn kein Befehl ausgewählt wird. Der Kreis bleibt so lange sichtbar bis wieder Q gedrückt wurde. Gerade Battlefield 2 Spieler werden am Anfang große Probleme haben. So kam es am Anfang vor, das man ins Gras biss weil man noch das Menü offen hatte und nicht schießen konnte.
Da wir schon einmal bei der Steuerung sind. Die Steuerung der Fahrzeuge ist alles andere als optimal. Der Fahrer hat ein statisches Blickfeld, direkt vor der Windschutzscheibe. Eine Steuerung des Kopfes gibt es nur für Passagiere. Des Weiteren brechen die Fahrzeuge sehr schnell aus. Das ist vielleicht auch der Grund warum man während der Kampagne meist zu Fuß unterwegs ist.
Gefallen haben dagegen die Gefechte. Diese sind zum Teil sehr intensiv. Das Liegt auch daran das die Gegner im dichten Gras nicht immer zu sehen sind. Dies wird künstlich verstärkt, da die Gegner sehr viele Treffer einstecken. Manchmal glaubt man der Gegner wurde erwischt dabei liegt er nur auf dem Boden und schießt fröhlich weiter.
Die KI hat 2 Seiten zum einen reagieren die Gegner sehr clever. Versuchen einen zu flankieren um von der Seite her anzugreifen. Zum anderen gibt es aber auch Aussetzer gerade aus großen Entfernungen sind diese zu merken. Beispiel: In großer Entfernung ist ein Soldat am MG. Frontal wird dieser aufs Korn genommen. Schüsse treffen Ihn und schlagen ringsherum ein. Aber der Gegner schießt weder zurück noch geht er in Deckung.
Der erste Teil von Operation Flashpoint zeichnete sich durch eine sehr dichte Atmosphäre und einer starken Story aus. Beides ist in Dragon Rising nicht wirklich ausgeprägt. Jeder wird sich noch an die Zwischenmenschlichen Beziehungen in Operation Flashpoint eins erinnern. Sobald die Gruppe im Hubschrauber oder auf einem LKW zum nächsten Einsatz gefahren ist, haben die Charaktere miteinander geredet. Dadurch wurde eine emotionale Bindung aufgebaut und der Spieler hat sich schuldig gefühlt wenn einer aus der Gruppe ausgeschieden ist.
In Dragon Rising dagegen sieht man zwar immer die Namen der anderen 3 Mitglieder, aber man erfährt nichts über die Charaktere. Sollte auf Normal gespielt werden, achtet man nicht mal auf seine Kameraden. Da bei den Speicherpunkten auf einmal alle mit kompletter Gesundheit wieder da sind. Desweiteren lässt einem das Gefühlt nicht los, dass die Missionen einfach lose aneinander gereiht sind. Es fehlt der Bezug von einer Mission zur anderen. In Operation Flashpoint ging zum Teil eine Mission direkt in die andere über.
Insgesamt ist die Präsentation der Story nicht wirklich gut gelungen. So würde ich mir mehr Zwischensequenzen wünschen und die Inszenierung könnte deutlich dramatischer sein.
Spielspaß/Wiederspielbarkeit/Missionsdesign:
Die Kampagne besteht aus insgesamt 11 Missionen die in gut 10 Stunden durchgespielt sind. Die Ziele reichen von Einnahmen von Dörfern über Ausschalten von feindlichen Stellungen bis zu Evakuierung einer Hubschrauber Crew. In den Missionen ist aufgefallen, dass einige Events getriggert sind.
Leider gibt es zwischen durch auch einige logische Ungereimtheiten. In einer Mission soll eine abgestürzte Hubschrauberbesatzung gerettet werden. Leider kam es vor das zuerst der Pilot dann der Copilot nicht heile raus kamen. Nach dem es den Copiloten erwischt hatte kam zu erst ein Funkspruch, dass man weiter machen soll. Um im Funkspruch danach zu hören das Beide Besatzungsmitglieder tot sind und die Mission gescheitert ist.
Die Missionen können aber durchaus mehrmals gespielt werden, da neben den Primär auch Sekundärziele gibt. Zu dem machen manche Missionen richtig Spaß, wie zum Beispiel die letzte der Kampagne. In der man unter Zeitdruck einige Ziele ausschalten muss. Zudem gibt es 6 Bonusmissionen die mithilfe von Codes freigeschalten werden. Zwei der Codes bekommt der Spieler für die erfolgreiche Absolvierung des online Trainings unter: http://www.flashpointgame.com/ .
Wie beim Vorgänger gibt es einen Missionseditor mithilfe dessen lassen sich neue individuelle Missionen gestalten. Die Bedingung ist sehr gut gelungen. Nach kurzer Einarbeitungszeit kommt an zu ansehnlichen Ergebnissen. Die Bedingung und Einarbeitung ist einfacher als beim Editor vom ersten Operation Flashpoint.
Zu den Highlights zählt der Multiplayer Modus. Neben den klassischen Modi „Vernichtung“ (zwei Teams spielen gegeneinander) und „Infiltration“ (ein Team verteidigt das andere greift an). Gibt es einen sehr guten Koop-Modus, die komplette Kampagne lässt sich mit Freunden durchspielen. Dies macht sehr viel Spaß und sorgt für eine Menge Unterhaltung. Genau das Richtige für eine LAN-Party. Zu bedenken ist das im Koop-Modus immer nur 4 gemeinsam spielen können. Um es nicht zu einfach zu machen ist der Hardcore Modus Pflicht. In diesem sind alle Hilfsmittel ausgeschaltet. Einzig der Funk und die Karte bleiben übrig. Auch die Gegner treffen besser. Die anderen beiden Modi sind im Koop-Modus zu einfach und keine wirkliche Herausforderung.
Um die Kunden auf Lange Zeit an das Spiel zu binden hat Codemasters im Vorhinein ein DLC (Download Content) angekündigt. Der Termin hierfür Ende Oktober. Es bleibt abzuwarten was der DLC für Verbesserungen mitbringt. Schließlich wurde auch schon für Race Driver: GRID ein DLC-Paket angekündigt. Für die PC Version ist dieses aber niemals erschienen. Es bleibt zu hoffen. Dass die Entwickler Wort halten. Der Exec. Producer Sion Lenton, äußerte sich folgendermaßen:
Will DLC that be available for this game?
Zitat We’ve got some very ambitious plans with DLC – our first pack is coming up in a matter of weeks. We’ll also have title updates coming up because once the game’s out there, we’ll need to get feedback from the people who are playing it, and if need be make a few adjustments and tweaks.
Our team are already prototyping all sorts of stuff to be released as DLC and we’re really excited about it. It’s a really different type of market now; I remember five or six years ago, you’d get a game, finish it, put it back on the shelf and that was it. But now it’s almost as though the game’s release is just the beginning, really. Ours is a game that lends itself very well to expansion – there will be weapons packs, map packs – all sorts of things we can do to get our product out there. |
Daher bleibt abzuwarten wie sich Operation Flashpoint Dragon Rising in Zukunft weiterentwickelt, es bleibt zu hoffen das sich eine genauso große Community bildet wie zu Zeiten Operation Flashpoint‘s.
Grafik/Audio:
In Sachen Grafik kann Dragon Rising vollends überzeugen. Die Insel ist sehr schön gestaltet und Explosionen und Feuergefechte sehen sehr gut aus. Zu Beginn war ich skeptisch, als ich hörte das Codemasters die gleiche Engine, wie bei Colin McRae und Race Driver GRID einsetzt. Aber das Ergebnis weiß zu überzeugen.
Nur eine Frage stellt sich dem Spieler: Warum gibt es ein Nachtsichtgerät? Da man ohne Nachtsichtgerät genauso viel sieht, wie mit.
Selbst auf nicht so starken Rechnern sieht das Spiel noch ansehnlich aus.
Während des Spielens, ist lediglich ein Objekt negativ aufgefallen. Der Panzer sieht arg matschig aus.
Die Sounds klingen sehr realistisch und können auf ganzer Linie überzeugen. Man ist sprichwörtlich „mittendrin statt nur dabei“.
Bilder vom Menü:
Weitere Impressionen:
Pro/Contra:
Pro:
- Gute Präsentation von Gefechten
- Schöne Grafik
- Große Insel
Contra:
- Schwache Story und KI
- Keine intuitive Steuerung
- Relativ Kurz
Fazit:
Operation Flashpoint Dragon Rising kommt nicht an den ersten Teil heran. Die Story und Steuerung trüben doch den Spielspaß. Wer einen würdigen Nachfolger für das sehr gute Operation Flashpoint erwartet, wird enttäuscht sein.
Für Zwischendurch ist das Spiel aber durchaus zu empfehlen. Gerade der Koop-Modus und der Editor machen sehr viel Spaß!
Sollte Codemasters seine Vorhaben (Patch, DLC) in die Tat umsetzten, könnte das Spiel noch einmal deutlich zulegen. Bleibt nur zu hoffen, das Codemasters den eigenen Worten treu bleibt.
Grafik: 10/10
Sound: 10/10
Bedienung: 5/10
Spielspaß: 7/10
Wiederspielbarkeit: 7/10
Missionsdesign: 7/10
Einsteigerfreundlichkeit: 7/10
Umfang der Spielwelt: 9/10
Atmosphäre: 6/10
Preis/Leistung: 8/10
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Summe: 76/100
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