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Test-Spiele »
Need For Speed Shift
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Artikel-Infos |
Need For Speed Shift
06.10.2009 von J. Junker
Mit dem aktuellen Teil der Need For Speed Serie betritt EA völlig neuen Boden. Vom Altbekannten blieb nur sehr wenig übrig, und gar vom Hobbyrennen blieb sogar nichts mehr übrig, stattdessen geht es um professionelle Rennen auf diversen Rennstrecken. Ob dieser Schritt der richtige ist und ob die Neuausrichtung funktioniert hat, lest Ihr in diesem Test.
Installation:
Die Installation dauert ungefähr 20 Minuten, nach dieser Prozedur sind ca. 5,2 GB auf der Festplatte. Kurz nach Erscheinen, wurde der erste Patch veröffentlicht, dieser behebt Probleme im Online Modus und fügt die Maussteuerung hinzu. Der Test fand mit gepatchtem Spiel statt. Um das Game gegen unrechtmäßige Kopien zu schützen, setzt EA auf SecuROM.
Bei dem ersten Start wird der Spieler einen Account bei EA hat, ist dies der Fall kann er sich mit diesen Daten auf EA Nation anmelden. Dazu später mehr.
Spielwelt/Atmosphäre:
Der aktuelle Teil der Need For Speed Serie wurde von den Slightly Mad Studios entwickelt. Der Name ist noch recht unbekannt aber einige Teammitglieder haben schon an den GTR und Race Titeln entwickelt. Dadurch ergibt sich die Tatsache, dass Need For Speed schon einiges mehr in Richtung Simulation geht.
In den Intro Videos sind nur noch Rennstrecken und hoch gezüchtete Boliden zu sehen. Eine fiktive Stadt fehlt gänzlich. Das Ziel der des aktuellen Teils ist der beste Rennfahrer zu werden. Dazu muss der Spieler sich zunächst bis zur Need For Speed Live World-Tour hoch arbeiten. Bis dahin ist es aber ein langer Weg.
Der Spieler findet sich zu Beginn auf Brands Hatch wieder, hier muss eine Testrunde absolviert werden. Nach dieser Runde wird der Schwierigkeitsgrad automatisch angepasst. Das heißt je nach Talent werden Fahrhilfen ausgewählt. Auf den ersten Metern bemerkt man, dass die Steuerung komplett neu ist. Einfach drauf losfahren schlägt wohl in den meisten Fällen fehl, gerade die Steuerung per Tastatur ist unnötig schwer und erzeugt nur Frustmomente. Mit einem Lenkrad sieht die Sache schon wieder anders aus. Es sollte beachtet werden, dass die Todeszonen angepasst werden. Direkt nach Anschluss eines G25 waren diese bei 30% mit diesen Werten ist sinnvolles Steuern nicht möglich. Sind aber die Einstellungen vorgenommen und eine gewisse Eingewöhnungszeit überstanden, macht das Fahren sehr viel Spaß. Die Force Feedback Effekte sind knackig und präzise und auch das Handling stimmt. Daher ist für Shift ein Lenkrad eigentlich Pflicht. Daran lässt sich erkennen, dass sich Shift von der Arcade Ecke in Richtung GTR Titel bewegt. Den direkten Vergleich mit GTR gewinnt es aber nicht, da man auch mal den Bremspunkt verpassen kann und trotzdem nicht abfliegt. Daher befindet sich die Steuerung irgendwo zwischen Arcade und Simulation. Oder mit anderen Worten: oOne Hilfen schwieriger zu steuern als Race Driver GRID, aber nicht so schwierig wie GTR 2.
Um sich zu oben erwähnter World Tour hoch zu arbeiten, müssen Sterne verdient werden. Pro Rennen können bis zu 6 Sterne verdient werden. Ab 280 Sternen wird die World Tour freigeschaltet. Dabei gibt es 4 Stufen. Die einzelnen Rennen einer Stufe sind zu Gruppen zusammengefasst, so gibt es Drift, Car Battle, Zeitfahren, Eliminator- und normale Rennen. Zu jeder Stufe gibt es entsprechende Fahrzeuge zu kaufen. Von Golf bis Lamborghini ist von jeder Klasse etwas dabei. Insgesamt stehen 72 Fahrzeuge zur Verfügung, die auf 30 Strecken bewegt werden dürfen.
Spielspaß:
Wie im richtigen Leben erlebt man seine Höhen und Tiefen.
Zur Langzeit Motivation haben sich die Entwickler etwas Besonderes überlegt, mit jedem Rennen erhält der Spieler Fahrerpunkte. Je mehr Punkte gesammelt werden, desto höher steigt der Spieler, insgesamt stehen 50 Stufen zur Verfügung. Mit jeder neuer Stufe erhält der Spieler Boni in Form von Geld, Autos Vinyl und anderen Sachen. Die Punkte gibt es in 2 Kategorien "Präzision" und "Aggression". Wenn sauber gefahren wird (Ideallinie) und Gegnern nicht gerammt werden erhält der Spieler Punkte der Kategorie Präzision während Rammen, Driften usw. zu Aggressions-Punkten führt. Je nachdem welche Punktzahl überwiegt erhält der Spieler ein entsprechendes Emblem, welches den Fahrstil wieder spiegelt.
Frust-Momente erlebt man aber leider auch, wie oben geschrieben ist die Steuerung mit Tastatur nicht empfehlenswert. Wer trotzdem mit Tastatur spielt sollte sich zwecks Stressabbaus einen Knautschsack zu legen.
Des Weiteren ist Shift ein sehr Kontakt behaftetes Spiel. Oft touchiert man die Gegner oder diese berühren einen selber. Da es keine Qualifikation gibt, muss man immer von einer vorgegeben Position starten. Meist um Platz 10, das heißt im Umkehrschluss 10 Gegner stehen vor einem die überholt werden wollen. Dies gestaltet sich umso schwieriger, dass die lieben Gegner gerne mal beim Überholvorgang raus ziehen und man dadurch im Kiesbett landet. Solche Situationen sind umso ärgerlicher, wenn man in der letzten Runde ist und dadurch weit nach hinten zurück geworfen wird.
Zum Glück entspricht das Schadensmodell nicht der Realität, man kann ohne Probleme während eines Rennens gegen eine Mauer fahren, ohne dass etwas passiert. Die Karosse verformt sich zwar sehr stark aber bis sich dies in negativem Lenkverhalten widerspiegelt, braucht es schon mehr.
Während den Rennen entsteht manchmal das Gefühl, dass die Rennen auf dem Mond stattfinden. Wenn ein gegnerisches Fahrzeug gerammt, wird es buchstäblich in die Luft katapultiert, als ob nur ein Bruchteil der Schwerkraft wirkt. So kam es während des Tests zu lustigen Anblicken. Bei einem Rennen in Spa befand sich rechts nach der Eau Rouge Kurve ein Gegner direkt auf der Mauer und kam auch nicht mehr herunter. Wer dies ausprobieren möchte, sollte einen Lamborghini wählen. Mit dessen Frontform kann man sich wie ein Keil unter gegnerische Autos schieben.
Das Tunen von Autos wurde deutlich zurück geschraubt. Zwar kann man nach wie vor das verdiente Geld in Upgrades stecken. Dabei stehen aber bei weitem nicht mehr so viele unterschiedliche Teile zur Verfügung. Je nach Auto kann man mit einem "Werksumbau" das letzte Quäntchen an Leistung heraus kitzeln. Davor müssen aber erst alle anderen Teile gekauft werden. Wie in den Vorgänger Teilen lässt sich das Fahrzeugdesign individuell mit Hilfe von Vinyls gestalten. Dadurch ergibt sich eine unendliche Zahl von Kombinationen.
Auf manchen Systemen, kann auch das Laden des Rennens zu Frust führen. Da die Lesezeiten unter Umständen relativ lange dauern. Auf dem Haupttestsystem waren es aber verträgliche 10-15 Sekunden.
Wiederspielbarkeit/Missionsdesign:
Es gibt mehrere Gruppen von Events. So gibt es normale Rennen, wo der erste gewinnt. Eine andere Art sind Car Battle. Der Spieler fährt gegen einen Gegner im gleichen Auto Neben diesen Events haben es auch wieder die Driftrennen es ins Spiel geschafft.
Neben den bereits erwähnten Fahrer-Level existieren noch andere Mittel der Langzeitmotivation. So gibt es eine Menge von Abzeichen, die es zu holen gibt. Das beginnt beim perfekten Start und endet beim rammen von Gegnern.
Des Weiteren ist auf der Übersichtskarte neben jeder Kurve ein Zeichen. Dieses Zeichen signalisiert ob die Kurve gemeistert wurde. Das heißt die Kurve sauber mit einem hohen Tempo durchfahren wurde. Dadurch wird der Spieler animiert möglichst perfekt über die Strecken zu fahren.
Neben diesen Punkten ist die Integration der Nordschleife Motivation genug. Die Königin der Rennstrecken wurde phantastisch umgesetzt! Aufgrund der Geschwindigkeit in Kombination mit den schmalen Straßen bekommt man sehr schnell Adrenalin Schübe, gerade wenn es ans überholen geht. Sollte dann noch ein Force Feedback Lenkrad vorhanden sein, kann es schon einmal passieren, dass man aufgrund einer Bodenwelle von der Strecke fliegt. Weiter unten befinden sich einige Impressionen von der Nordschleife.
Wem dies nicht genug ist, der kann auch online oder im LAN spielen. Dies mit bis zu 8 Spielern. Der LAN Modus macht besonders Spaß, da man sich mit Freunden sehr sehr spannende Fights liefern kann. Auch hier erhält der Spieler Punkte und Geld.
Für den Online Modus existiert bereits eine Ladder, auf der man sich nach oben arbeiten kann. Hierzu wird aber ein EA Nation Account benötigt. Bei bestehender Internetverbindung wählt sich das Spiel automatisch ein. So werden sämtliche Zeiten online übermittelt. Dadurch kann man diese mit Freunden vergleichen oder allen anderen Vergleichen. Desweiteren lassen sich in der Wiederholung sogenannte "Schnappschüsse" erstellen. Wird "Schnappschuss erstellen" gewählt wird der aktuelle Screenshot automatisch nach needforspeed.de übertragen.
In Zukunft dürften um Shift noch einige spannende Events entstehen. Bei diesen gibt es mit Sicherheit auch Preise zu gewinnen. Wer mit Shift durch ist, findet hier Langzeitmotivation.
Trotz oben genannter Punkte fehlen einige Sachen. Es gibt keine Boxenstopps oder Wetterwechsel. Es ist permanent gutes Wetter.
Grafik/Audio:
Die Grafik hat sich immens verbessert. Die Fahrzeuge und Strecken sehen einfach nur phantastisch aus und auch der Sound überzeugt voll und ganz. Wie auf den Bildern ersichtlich, kommt die Grafik fast an normales TV ran.
Die Autos und Strecken wurden mit viel Liebe zum Detail nachgebaut. So haben alle Fahrzeuge ein originales Interieur mit funktionierenden Armaturen. Neben den Strecken lässt sich auch so einiges entdecken, Besucher, Hubschrauber und andere animierte Objekte.
Leider kam es trotzdem zu kleineren Fehlern. So kam es des Öfteren vor, dass sich Grastexturen während der Startsequenz auf dem Asphalt oder sogar in der Luft befanden. Neben diesen kleineren Bug kam es während des Testens zu 2 Abstürzen. Mal schauen ob EA an dieser Stelle mit einem Patch nachbessert.
Bilder von der Nordschleife:
Pro/Contra:
Pro
- Sehr gute Grafik und Sound
- Motivierendes Belohnungssystem
- Umfangreiches Styling
- Schöne Atmosphäre
- Viel Action
Contra
- Steuerung Tastatur
- keine Story
- KI verhält sich nicht immer korrekt
Fazit:
Insgesamt macht der neuste Spross aus der Need For Speed Reihe einen sehr guten Eindruck. Die Rennen fallen sehr actionreich aus und lassen keinen Spielraum für Entspannung. Permanent ist der Spiele gefordert. Damit sich auch Einsteiger zu Recht finden, lassen sich sehr viele Fahrhilfen zu schalten. Das Genre lässt sich wahrlich schwer bestimmen, da sich Shift genau zwischen einem Arcade und einer Simulation positioniert. Die Zukunft wird zeigen in welche Richtung sich die Serie weiter entwickelt.
Sollte doch einmal Frust aufkommen, wird man mithilfe des Belohnungssystems trotzdem animiert, weiter zu machen.
Im Handel ist das Spiel für ca. 40 Euro aufwärts erhältlich.
Grafik: 10/10
Sound: 10/10
Bedienung: 5/10
Spielspaß: 8/10
Wiederspielbarkeit: 9/10
Missionsdesign: 9/10
Einsteigerfreundlichkeit: 9/10
Umfang der Spielwelt: 9/10
Atmosphäre: 9/10
Preis/Leistung: 9/10
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Summe: 87/100
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